Schon gewusst?

Warum ist „Sven“ weiblich?

Die Sven vor der Schiffsbegrüßungsanlage in Rendsburg. Foto: Stefan Fuhr





Wenn Sven ein Schiff ist, dann ist er auch weiblich. In der Seefahrt sind nämlich alle Schiffe („die Sven“) weiblich ganz egal wie der Name ist. Seefahrer behaupten nämlich, ein Schiff sei so unberechenbar und launisch wie eine Frau und erst nach der Jungfernfahrt wisse man genau, was man hat. Liebe Frauen, es gibt aber auch andere Erklärungen: Schiffe sind so schön wie Frauen ist eine davon.

Bill Schanen, Herausgeber des US-Segelmagazins „Sailing“, stellt kategorisch fest: „Segelschiffe sind weiblich, weil sie schön sind und weil diese Schönheit bei Frauen und Schiffen eine „Symphonie der Kurven“ ist.“ Schon römische Segler sahen ihre Schiffe als weiblich an. John Rousmanière, Autor eines englischen Wörterbuchs über Schiffsausdrücke, führt dies auf den altägyptischen Glauben zurück, demnach Schiffe Glück bringende weibliche Wesen darstellten. In Deutschland war dies übrigens nicht immer so. Im Jahr 1462 sprach man von „dem Peter von Danzig“ und um die Jahrhundertwende war es noch üblich von „dem Bismarck“ zu reden. Erst durch Kaiser Wilhelm II. wurde der englische Brauch in Deutschland übernommen.