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Die „Norwegian Dream“

Die Schleswig-Holsteiner und auch die Urlauber denken ein bisschen mit Wehmut an die „Norwegian Dream“ zurück. Dass das größte Schiff, das bislang durch den Nord-Ostsee-Kanal gefahren ist, ein Luxusliner war, ist schon etwas besonderes. Unzählige „Seh“-Leute sind regelrecht zum Kanal gepilgert, wenn sich das große, weiße Schiff angekündigt hatte. Bis 2007 kam es zur Traumschiffsaison alle 12 Tage durch den Kanal. Am 15. September 2007 war dann die letzte Fahrt von Dover nach Warnemünde. Die vielen Fanclubs und Freunde nahmen Abschied, immer mit der Hoffnung, dass der Luxusliner noch einmal in den Norden zurückkommt. Die „Balmoral“, ein ähnlich großes Traumschiff, konnte sich 2008 leider keine so große Fangemeinde aufbauen.
Bei Wikipedia.de haben wir die Geschichte der „Norwegian Dream” gefunden:

Die „Norwegian Dream” ist ein Kreuzfahrtschiff der Norwegian Cruise Line. Sie wurde 1992 als MS Dreamward gebaut und 1998 um 40 Meter verlängert und umbenannt. Die „Norwegian Dream“ ist in Europa, in der Karibik, entlang der kanadischen Ostküste und in Südamerika unterwegs.

Die „MS Dreamward“ wurde am 6. Dezember 1992 in Frankreich bei Chantiers de l’Atlantique fertiggestellt. Das Schiff kostete damals 240 Millionen U.S. Dollar. Die „MS Dreamward“ war 190 m lang, 28,50 m breit und hatte einen Tiefgang von gut 7,0 m. Sie wurde von der Reederei in der Karibik, rund um Australien und Neuseeland und in Europa eingesetzt. Im April 1998 kam die „MS Dreamward“ zur  nach Bremerhaven. Hier traf sie ihr Schwesterschiff, die „MS Norwegian Wind“, die schon verlängert wurde. Innerhalb von 60 Tagen wurde die „MS Dreamward“ zur „MS „Norwegian Dream”. Das Schiff wurde in der Mitte aufgeschnitten und um 40 m verlängert. Jetzt ist die „Norwegian Dream” 230 m lang. Am 12. Mai 1998 bekam das Schiff seinen neuen Namen.

Seit dem 14. Mai 1998 fuhr die „Norwegian Dream“ im Sommer alle 12 Tage durch den Nord-Ostsee-Kanal. Die maximal nutzbare Länge der Kanalschleusen beträgt 235 Meter, fünf Meter mehr als die Abmessungen des Schiffes. Um ein sicheres Unterfahren der Brücken zu gewährleisten, wird vor Beginn der Kanalpassage der Schornstein hydraulisch abgeklappt.

Am 24. August 1999 rammte die „Norwegian Dream“ nachts im Ärmelkanal den taiwanesischen Containerfrachter „Ever Decent“. Es gab keine Schwerverletzten, aber einen Schaden in Millionenhöhe. Nach dem Unfall wurde die „Norwegian Dream“ zur Lloyd-Werft nach Bremerhaven verholt, um dort repariert zu werden.

Am 25. Juli 2001 rammte sich die „Norwegian Dream“ beim Manövrieren im Kopenhagener Hafen eine Beule ins Heck. Es entstand kein großer Sachschaden.

Im März 2002 verlor die „Norwegian Dream“ im Hafen von Valparaiso ihre Ladeluke. Die Luke musste von Tauchern geborgen werden. Nach einer kurzen Inspektion der Luke konnte diese wieder angebracht werden und das Schiff mit einer Stunde Verspätung auslaufen.

Norwegian Dream im Nord-Ostsee-Kanal / NOK

Wenn die Norwegian Dream durch den Kanal kam, wurde sie von Hunderten Fans an der Schiffsbegrüßungsanlage in Rendsburg gefeiert. Foto: Stefan Fuhr

Am 15. August 2003 wurde die „Norwegian Dream“ vom Wind im Nord-Ostsee-Kanal in der Weiche Schülp in die Dalben gedrückt. Das Schiff nahm leichten Schaden an der Schraube. In der Schleuse Holtenau tauchten zwei Inspekteure, um den Schaden zu begutachten. Nach einer fast dreistündigen Liegezeit in der Schleuse lief die „Norwegian Dream“ in Richtung Tallinn aus, wo der Schaden während der regulären Liegezeit behoben wurde.

Am 15. September 2007 machte die „Norwegian Dream” Ihre letzte Passage durch den Nord-Ostsee-Kanal und verabschiedete sich am 16. September mit dem Auslaufen aus dem Hafen von Warnemünde gänzlich aus Deutschland. Die „Norwegian Dream” wird die Wintersaison wie schon in den Jahren 1999 und 2001-2004 in Südamerika verbringen. Dort unternimmt sie 14- und 18-tägige Reisen ab/bis Valparaiso und zwischen Valparaiso und Buenos Aires.

Am 10. Dezember 2007 kollidierte die „Norwegian Dream“ auf der Reise von Buenos Aires nach Valparaiso im Hafen von Montevideo mit einer Frachtbarge und wurde am Bug oberhalb der Wasserlinie leicht beschädigt. Der Schaden konnte binnen drei Tagen

behoben werden. Der Kapitän ging im Einverständnis der örtlichen Behörden in Montevideo von Bord, um der Aufklärung des Vorfalles beistehen zu können. Er konnte vom Kapitän der „Marco Polo“, die ebenfalls im Hafen lag, abgelöst werden, da dieser auf dem Weg in den Urlaub war. Bei der Weiterfahrt nach Kap Hoorn erlitt die Maschine einen kurzen Blackout, welcher mit dem Neustart der Systeme behoben werden konnte. Im Verlauf der Fahrt hat dann der Staffkapitän das Kommando übernommen und bis Februar beibehalten.

Die Norwegian Cruise Line hat das Schiff am 23. April 2008 an Louise Cruise Lines verkauft.

Am 04.10. hat die Louise Cruise Lines den Ankauf der „Norwegian Dream” storniert. Das Schiff steht zur Zeit wieder zum Verkauf frei. Die letzte Reise unter der NCL-Flagge endet am 02.11.2008, was dann mit dem Schiff geschieht ist noch unklar.

Norwegian Dream im Nord-Ostsee-Kanal / NOK

Flaggen wurden geschwenkt, wenn die Norwegian Dream die Schwebefähre und die Schiffsbegrüßungsanlage in Rendsburg passierte. Foto: Stefan Fuhr

Am 02.11. hat die „Norwegian Dream”“ zum letzten Mal in Boston fest gemacht. Am 05.11.2008 lief das Schiff aus, um auf den Bahamas in Freeport für zwei Monate aufgelegt zu werden. Im Kommendem Januar erfolgt dann die Überführung nach Singapur um dort für den neuen Einsatz unter der Flagge der NCL Muttergesellschaft Star Cruises vorbereitet zu werden. Ab März sollen dann Reisen in asiatischen Gewässern angeboten werden. Letzter Kapitän der „Norwegian Dream“ war Kapitän Aage Hoddevik aus Norwegen, er hat das Schiff am 4. November 2008 verlassen.

Auf unserer Video-Seiten haben wir auch ein schönes Video von der Norwegian Dream im Nord-Ostsee-Kanal. Hier Klicken