Schon gewusst?

Das ist AIS

In der weltweiten Kommunikation zwischen Schiffen gibt es einen Standard: AIS. Die Abkürzung steht für Automatic Identification System (zu Deutsch: Automatisches Identifikationssystem) oder Universal Automatic Identification System (UAIS) und bezeichnet ein Funksystem, das durch den Austausch von Navigations- und anderen Schiffsdaten die Sicherheit und die Lenkung des Schiffsverkehrs verbessert. AIS wurde von der Internationaler Seeschifffahrt-Organisation (IMO) Anfang Dezember 2000 als verbindlicher Standard angenommen.

Mittels speziellen Transportern sendet jedes Schiff ganz spezifische Daten wie Zielhafen, Position, Kurs, Geschwindigkeit oder auch Tiefgang. Anhand dieser Positionsdaten lassen sich die Schiffe auf einer elektronischen Seekarte darstellen. Unter unserer Webcamseite haben wir eine solche Darstellung. Hier gelangen Sie zu unserer Webcam.

AIS verbessert die Planung und Entscheidungsfindung an Bord, da nicht nur Position, Kurs und Geschwindigkeit der umgebenden Schiffe übertragen werden, sondern auch Schiffsdaten (Schiffsname, MMSI-Nummer, Funkrufzeichen etc.). Dies erleichtert z. B. Absprachen zwischen Schiffsführern über Funk. AIS funktioniert unabhängig von Einschränkungen der optischen Sicht und der Radarwellen-Ausbreitung (z. B. Verdeckungen oder Abschattungen), so dass auch Schiffe erkannt werden können, die sich hinter einem Kap oder hinter einer Flusskurve befinden, sofern die im UKW-Frequenzbereich ausgestrahlten Signale durchdringen.

Durch das AIS-System haben auch Reedereien oder Hafenmitarbeiter „ihre“ Schiffe immer im Blick. Sie müssen also nicht an der Kaikante womöglich in der Kälte warten, sondern können bereits vom Schreibtisch aus genau disponieren. (Quelle: Wikipedia)