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Der Traumschiff-Kalender hat sich zu der wichtigsten und begehrtesten Liste des Jahres entwickelt. Wir versorgen Sie mit den aktuellen Daten der Durchfahrtszeiten. Besonders die Passagen der AIDAcara haben sich zu einem Highlight am Kanal entwickelt. Verpassen Sie kein Traumschiff. Mehr
Der Traumschiff-Kalender
„Was ist denn das für ein komisches Teil da vorne am Schiff?“, werden die Schiffsbegrüßer an der Schiffsbegrüßungsanlage in Rendsburg fast täglich gefragt. „Ist dort die Navigationsanlage drin?“ Den „Seh“-Leuten am Kanal ist nicht entgangen, dass fast jedes Schiff einen so genannten Wulstbug hat. Wobei die Meinungen über die richtige Benennung auseinander gehen: Wulstbug oder Bugwulst – beide Begriffe sind gebräuchlich. Auch ist der Begriff „Taylor-Wulst“ bekannt, benannt nach dem amerikanischen Admiral David Watson Taylor (1864 bis 1940). Gemeint ist aber immer die große wulstförmige Nase, die vielleicht ein bisschen an ein U-Boot erinnert, unterhalb der Wasserlinie am Bug des Schiffes. Durch das Volumen des Wulstbugs haben die Schiffe am Bug mehr Auftrieb bzw. tauchen nicht mehr so tief ins Wasser ein. Auch lässt sich das Schiff besser manövrieren.
Wenn ein Schiff nicht ganz beladen ist, dann schaut der Wulstbug auch schon mal aus dem Wasser. Abgeguckt haben sich die Ingenieure diesen Bug bei den Delfinen. Auch sie haben vorne an der Nase eine Verdickung.
Sinn und Zweck dieses besonders geformten Bugs ist das Verschieben des Wellenbildes. Dadurch verschwindet die typische Bugwelle fast ganz und der Wasserwiderstand verringert sich um bis zu 10 %. Und ein geringerer Wasserwiderstand bedeutet natürlich auch eine schnellere Fahrt und eine Spritersparnis.
Konstrukteure könnten den Bug auch als scharfes Messer gestalten. Das verringert aber die Wendigkeit der Schiffe und erhöht gleichermaßen die Empfindlichkeit gegen schräg einfallende Wellen.
In einer theoretischen Berechnung soll ein Schiff 7000 Kilometer zurücklegen. Die ein Schiff mit der Spitzbugvariante braucht dafür 16 Tage und 1000 Tonnen Dieseltreibstoff. Die Variante mit Wulstbug ist bereits nach sieben Tagen am Ziel und verbraucht dabei nur 700 Tonnen Treibstoff. Die Nase macht eben den Unterschied.
Nach Erkenntnissen des Physikers und Hydrodynamikers William Froude (1810 – 1897) kann ein Schiff nur so schnell fahren, wie die eigene Wellengeschwindigkeit ist. Daher macht es keinen Sinn, die Antriebsleistung zu erhöhen, um ein Schiff schneller werden zu lassen. Denn die erhöhte Antriebsleistung alleine würde lediglich das Wellensystem verschieben. Das Heck läge tiefer im Wasser und das Schiff muss „bergauf“ fahren.
Ein Schiff kann also nur mehr Fahrt machen, wenn das Wellensystem verschoben bzw. ganz ausgelöscht wird. Das geschieht mittels eines Bugwulsts, indem er eine Gegenwelle erzeugt und somit Bug- und Heckwelle verkleinert oder bestenfalls ganz aufhebt. Außerdem wird das durch den Bugwulst verdrängte Wasser mit einer größeren Geschwindigkeit (Wirbeleffekte) unter das Schiff gespült. Das verringert den Widerstand des Rumpfes.
Die ersten Schiffe, die mit einem Wulstbug ausgestattet wurden, waren die Bremen (1929) und 1930 die Europa. Quelle: Wikipedia

Die Nase macht den Unterschied Ein Text von Stefan Fuhr
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