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rund um den Nord-Ostsee-Kanal
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Es sollte der große neue Hafen für Schwerlast-Verladungen am Nord-Ostsee-Kanal werden. Genau gegenüber des Rendsburger Kreishafens wird zurzeit ein neuer Hafen gebaut.
Doch jetzt sind Schwierigkeiten aufgetreten. Mehr
Neuer Hafen am Kanal
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Die meisten Schiffe auf dem Nord-Ostsee-Kanal sind Containerschiffe. 2010 befuhren 31.933 Schiffe (ohne Sportboote) den Nord-Ostsee-Kanal. Das sind also durchschnittlich 87 Schiffe pro Tag. Langsam steigt die Anzahl der Schiffe wieder an, ist aber noch rund 10.000 Schiffe hinter dem Rekordjahr 2008. In dem Jahr wurde zum ersten Mal in der Geschichte des Kanals ist die magische Grenze von 100 Millionen Tonnen Ladung durchbrochen. 2008 sind über 105 Mio Tonnen transportiert worden. Möglich wird dieser schnelle Transport der Waren durch die Container. Heute werden in norddeutschen Häfen etwa 18 Millionen Container bewegt. 356 Millionen Container werden von den Reedereien pro Jahr weltweit mit Schiffen transportiert. Jeder Container besitzt eine eigene Nummer. Sie besteht aus vier Großbuchstaben, die für den Besitzer des Containers stehen, und sechs Ziffern plus eine Kontrollziffer. Durch sie können Weg und Aufenthaltsort jedes einzelnen Containers auf seiner Reise verfolgt werden.
Die Geschichte dieser Blechkisten begann in den USA mit dem Amerikaner Malcolm P. McLean. Um das übliche Umladen im Hafen einzusparen, soll er als junger Fuhrunternehmer im Jahr 1937 die Idee gehabt haben, zuerst ganze Lastwagen auf Schiffe zu verladen, später nur die Anhänger mitsamt ihren geladenen Behältnissen, schließlich nur noch die Behältnisse selber – der Container war geboren. Aber für seine Idee konnte er anfangs keinen begeistern. Die Skepsis war zu groß. McLean, von seiner Idee dennoch überzeugt, gründete kurzerhand seine eigene Reederei. Am 26. April 1956 startete seine Reederei Sea Land auf dem umgebauten Tanker „Ideal X“ im Hafen von Newark in New Jersey mit 56 Containern an Bord Richtung Housten/Texas. Das erste deutsche Containerschiff lief 1968 in Hamburg aus.

Eine Blechkiste erobert die Welt Ein Text von Stefan Fuhr
1981 war die „Frankfurt Express“ von der Hapag Lloyd AG mit einer Stellplatzkapazität von 3430 TEU das bis dahin größte Containerschiff der Welt.
Die Reederei Sea Land gab es noch bis Ende der 90er Jahre. Selbst nach dem Verkauf an die dänische Maersk-Reederei war der Name Maersk-Sealand noch auf Schiffen und natürlich auf Containern zu lesen. Aber nach der Übernahme durch die P&O Nedlloyd Anfang 2006 heißt die Reederei nun einfach Maersk Line. Auch diesen Namen liest man häufig auf dem Nord-Ostsee-Kanal.
Am 6. Mai 1966 kamen die ersten Container nach Deutschland. 99 von ihnen brachte die „Fairland“ in den Bremer Übersee-Hafen. Doch auch in Deutschland war die Skepsis anfangs sehr groß. So wurde auch kein großes Tamtam bei der Ankunft der Seekisten gemacht. Beim Entladen eines Containers rutschte dieser aus der Verankerung und fiel auf das Führerhaus eines nagelneues Lastwagens. Verletzt wurde aber niemand.
Dann begann allerdings der Siegeszug der Container. Die Spediteure hatten sehr schnell die Genialität erkannt. Früher wurden die Waren häufig in Säcken verstaut und mussten sehr zeitaufwändig ein- und ausgeladen werden. Das Löschen von 360 Kaffeesäcken brauchte zum Beispiel schon fast vier Stunden. Heute kommen diese mit einem einzigen Container innerhalb Minuten an Land. Liegezeiten in Häfen sind sehr teuer. Durch die Container konnten diese erheblich verkürzt werden. Im Hafen verdient ein Schiff kein Geld, es kostet nur. Allerdings verloren auch Tausende von Hafenmitarbeitern, die früher das Be- und Entladen der Schiffe vollbrachten, ihren Job.
Die Reeder begannen, Containerschiffe zu bauen. Heute gibt es längst Schiffe, die bis zu 10 000 Container aufnehmen können. Prognosen sagen, dass ein Ende der Größe noch längst nicht abzusehen ist. Pläne für Schiffe mit 18 000 Containern liegen bereits in den Schubladen. Zurzeit werden ca. 70 Prozent aller Stückgutfrachten in Containern transportiert. Seit 1996 verdoppelte sich die Anzahl der Containerschiffe. Der Containermarkt wächst dreimal schneller als die Weltwirtschaft.
Er ist der Erfinder der Container: Der Unternehmer Malcolm P. McLean
Zahlen und Fakten
Maße eines Standardcontainers:
20 x 8 x 8,5 Fuß = 6,06 x 2,44 x 2,59 Meter: Das ist 1 TEU (Twenty Foot Equivalent Unit)
20 Millionen: Zahl aller Container, die sich im Jahr 2008 im Umlauf befanden.
10 000: Zahl der Container, die jährlich über Bord gehen.
70%: Anteil der Stückgüter, die heute per Container transportiert werden.
2000 Euro sind die Anschaffungskosten für einen 20-Fuß-Standardcontainer
8000 Containerschiffe waren Anfang 2008 im Einsatz
50 bis 80 Cent ist die Miete für einen Container pro Tag
0,16 Cent sind die Transportkosten für eine Flasche Wein von Chile nach Europa
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